Stadtgärten Brühl

Gemeinschaftliches Wohnen im Grünen - mitten in der Stadt

Ort
Brühl

Auftraggeber
Conceptaplan GmbH

Projektbearbeitung im Angestelltenverhältnis
BIERBAUM.AICHELE.landschaftsarchitekten Part.GmbB

Projektpartner
Baufrösche + Bilger Fellmeth Architekten

Fläche
4 ha

Leistung
Investorenauswahlverfahren 1.Preis mit anschl. Beauftragung der LPH 1-5, 6+8 anteilig

Zeitraum
2020-heute

Fotos + Abbildungen: © BIERBAUM.AICHELE.landschaftsarchitekten Part.GmbB

Die Entwicklung der „Stadtgärten Brühl“ transformiert die ehemalige Sportanlage in ein differenziertes, gemischt genutztes Wohnquartier mit klarer freiräumlicher und städtebaulicher Ordnung. Ziel ist es, einen identitätsstiftenden Wohnort zu schaffen, der durch seine Durchgrünung, seine Nutzungsvielfalt und seine räumliche Vernetzung überzeugt.

Das städtebauliche Konzept basiert auf einer heterogenen Typologienstruktur. Mehrfamilienhäuser, Reihenhäuser, seniorengerechte Wohnangebote werden zu einem fein abgestuften Gefüge kombiniert. Die Setzung der Baukörper definiert klare Raumkanten und ermöglicht zugleich eine hohe Durchlässigkeit innerhalb des Quartiers.

Die Freiraumstruktur bildet das tragende Gerüst des Entwurfs. Sie verknüpft die unterschiedlichen Bausteine zu einem zusammenhängenden System und fungiert als verbindendes Band zwischen den bestehenden angrenzenden Strukturen und der Neubebauung. Eine intensive Durchgrünung sowie differenzierte Pflanzstrukturen prägen die Freiräume und erzeugen sowohl hohe Aufenthaltsqualitäten als auch ein abgestuftes Maß an Privatheit für die Bewohnerschaft.

Zentrale Elemente sind der gemeinschaftlich nutzbare grüne Hof sowie die „grüne Mitte“. Der Hof wird als geschützter, halböffentlicher Raum mit Pergola, Spielangeboten und naturnahen Flächen ausgebildet und dient als sozialer Mittelpunkt der Nachbarschaft. Ergänzend dazu fungiert die grüne Mitte als Pocketpark mit belebter Randzone: Die Erdgeschossnutzungen des angrenzenden Seniorenwohnheims aktivieren diesen Raum und fördern soziale Interaktion sowie eine generationenübergreifende Nutzung.

Das Quartier ist weitgehend autofrei organisiert. Der motorisierte Verkehr wird auf ein Minimum reduziert, wodurch befestigte Flächen zugunsten von Grün- und Aufenthaltsbereichen konsequent minimiert werden. Dies stärkt nicht nur die Freiraumqualität, sondern leistet auch einen Beitrag zur klimaangepassten und nachhaltigen Quartiersentwicklung.

Durch seine räumliche Offenheit und gezielte Wegebeziehungen schafft das Quartier eine klare Vernetzung mit den umliegenden Wohngebieten sowie den südlich gelegenen Infrastrukturen wie Schule und Freibad. Es entsteht ein durchlässiges, gut angebundenes Wohnumfeld, das sowohl funktional als auch sozial in den Kontext eingebunden ist.

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